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Sa Jul 3 9:32:04 GMT 2010 TvB begrüßt Initiative von Umweltsenatorin Lompscher |
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Tierschutzverein Berlin begrüßt Initiative von Umweltsenatorin Lompscher
Wildtierverbot: Bezirke sollten schnell ein Zeichen setzen
Berlin, 2.7.2010 – Der Tierschutzverein für Berlin hat am Freitag die Initiative von Berlins Umweltsenatorin Katrin Lompscher für ein Verbot von Wildtieren in Zirkussen begrüßt. „Ein solches Verbot ist längst überfällig“, sagte Wolfgang Apel, der Präsident des Tierschutzvereins für Berlin. „Wer mit Wildtieren Auftritte plant, dem sollte dies generell auf öffentlichen Flächen und Plätzen untersagt werden“, so Apel weiter. Solange Wildtiere in Zirkussen unter widrigsten Umständen auftreten, sei dies Tierquälerei.
In einem Brief an die Bürgermeister der zwölf Hauptstadtbezirke fordert Lompscher die Verwaltungen auf, Zirkussen mit Wildtieren eine Standgenehmigung auf kommunalen Flächen zu verweigern. Hintergrund: Für die Tiere, darunter Elefanten, Affen, Raubkatzen, etc., bedeutet der Einsatz in der Manege Tierquälerei. Inzwischen gebe es eine Reihe von Zirkussen, die ohne Tiere auskommen und dennoch existieren können. Allerdings seien die Bezirke nunmehr gefordert, nach dem Schreiben der Senatorin zu handeln. „Der Tierschutzverein fordert von allen zwölf Bezirken ein klares Nein zum Zirkus mit Wildtieren“, so Apel. Erste Drohungen von Zirkussen, gegen solche Verbote zu klagen, sollten nicht dazu führen, dass sich die Bezirksbürgermeister einschüchtern lassen.
Allerdings dürfe es bei dem Appell an die Bezirke nicht bleiben. Denn neben kommunalen Flächen weichen Zirkusunternehmen zunehmend auf private Grundstücke aus. Hier erhofft sich der Tierschutzverein vom Berliner Senat Konzepte, auch dort den Einsatz von Wildtieren nicht zuzulassen. Auch die Berlinerinnen und Berliner seien aufgefordert ein Zeichen zu setzen. Wer einen Zirkus mit Wildtieren besuche, subventioniere Tierquälerei.
Der Tierschutzverein für Berlin wird der Diskussion weitere Nahrung geben, denn vom 1. August an macht im Tierheim Berlin die Wanderausstellung „Manege frei von Tieren“ Stopp. Die Exposition „Manege frei von Tieren“ bietet dem Besucher ein realistisches und aufklärendes Bild der glamourösen Welt des Tierzirkus. Videodokumentationen, Fotografien und verschiedene Texte informieren über das Leben der Zirkustiere, in der Manege und besonders hinter den Kulissen. Kinder finden in der Show kleine Gucklöcher, die auf kindgerechte Weise das Leben der Tiere im Zirkus schildern. Film- und Bildmaterial vermitteln dem Besucher einen Einblick in die besonderen und leider überhaupt nicht tiergerechten Lebensbedingungen der Tiere im Zirkus, während sie von Stadt zu Stadt, von Vorführung zu Vorführung in Gittercontainern transportiert werden. Vorgeführt wird die traurige Geschichte eines kleinen Elefantenbabys. Die Ausstellung ist bis Ende Februar 2011 zu sehen.
Begleitet wird die Ausstellung durch eine informative Webseite, die bereits einige Hintergrundinformationen liefert: www.manegefreivontieren.de Geöffnet ist die Schau montags bis freitags von 11 bis 17 Uhr und am Wochenende jeweils von 11 bis 16 Uhr im Tierheim Berlin, Hausvaterweg 39, 13057 Berlin. Der Eintritt ist frei.
Der Tierschutzverein für Berlin ist mit 15.000 Mitgliedern die größte lokale Tierschutzorganisation Deutschlands. Er wurde 1841 gegründet und betreibt unter anderem das Tierheim Berlin am Hausvaterweg 39 in Falkenberg. Seit 2009 unterstützt er zudem die Initiative für ein Wildtierverbot in Zirkussen (www.zirkus-in-berlin.de).
Weitere Informationen erhalten Sie bei
Tierschutzverein für Berlin und Umgebung e.V.
Landesverband des Deutschen Tierschutzbundes e. V.
Presse, Öffentlichkeitsarbeit und Kampagnen
Evamarie König, Tel. 030/76 888 114
Marcel Gäding, Tel. 030/76 888 115
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